PRAXISKLINIK FÜR MUND-, KIEFER- & ÄSTHETISCHE GESICHTSCHIRURGIE, IMPLANTOLOGIE

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Neuer Weg 89
38302 Wolfenbüttel

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05331 / 908820
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Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag:
08:00 - 14:00 Uhr und
15:00 - 18:00 Uhr
Freitag:
08:00 - 13:00 Uhr

IMPLANTOLOGIE

  • augmentative Verfahren zur Verbesserung des Knochenangebots (vertikale und transversale Knochenaufbauten)
  • Entnahme von autologem z.?B. ortsständigem Kieferwinkelknochen oder Beckenkammknochen
  • unmittelbare Eingliederung implantatgetragener Provisorien
  • interner und externer Sinuslift
  • 3D-navigierte Implantation und Herstellung von individuellen Bohrschablonen
  • Orbitaimplantate zur Stabilisierung von Epithesen

ÄSTHETISCH-PLASTISCHE GESICHTSOPERATIONEN

  • Behandlung von Hauttumoren und Hautveränderungen mit Sofortrekonstruktion der Gesichtshaut
  • Narbenkorrekturen
  • Gesichtshautstraffung (Facelift, SMAS)
  • Stirn-/Brauenlift
  • Ober- und Unterlidstraffung, Fettkörperentfernung
  • Nasenkorrektur
  • Ohrkorrektur
  • Lippenkorrektur
  • Wangenknochenaufbau
  • Kinnverlagerungsplastik
  • Fettabsaugung Kinn/Hals (Tumeszenz)
  • Faltenbehandlung mit Botulinum und Filler (Hyaluronsäure)
  • Volumenaufbau der Haut

LASERBEHANDLUNGEN

  • Lidkorrektur
  • Behandlung von Pigmentflecken, Warzen, Fibromen
  • Entfernung von Gefäßveränderungen (Besenreiser / Couperose / Hämangiome)
  • Korrektur von Schleimhautbändern und Muskelansätzen, Gingivektomie
  • Narbenkorrektur
  • langfristige Enthaarung

KIEFERCHIRURGIE & PARODONTOLOGIE

  • Behandlung von Mundschleimhauterkrankungen
  • Behandlung von Speicheldrüsenerkrankungen
  • Versorgung von Weichteilverletzungen des Gesichtes
  • Versorgung von Kiefer-, Mittelgesichts- und Orbitafrakturen
  • regenerative und ästhetische Parodontalchirurgie
  • Lippen- und Zungenbandplastiken
  • Wurzelspitzenresektion
  • operative Zahnentfernung
  • Zystenbehandlung
  • Transplantation von Beckenkammknochen
  • Nervrekonstruktion
  • Kieferhöhlenchirurgie
  • Funktionsdiagnostik und Therapie bei Kiefergelenks­erkrankung/CMD

KIEFERORTHOPÄDISCHE CHIRURGIE

  • Freilegen verlagerter Zähne
  • Zahntransplantationen
  • profilverbessernde Operationen
  • Umstellungsoperationen bei dysgnathen Fehlstellungen

DIGITALE VOLUMENTOMOGRAPHIE (3D-RÖNTGENDIAGNOSTIK)

  • individuelle Auswertung und Befundung von 3D-Gesichtsschädelaufnahmen
  • konsiliarische Anfertigung von DVT-Bildern
  • navigationsgestützte 3D-Implantatplanung
  • Ausschluss von Mittelgesichts- und Unterkieferfrakturen

LIEBE PATIENTIN, LIEBER PATIENT,

ein Sportunfall oder ein Sturz kann schon früh und sehr plötzlich eine Zahnlücke verursachen. Karies und Parodon­titis können im Laufe von Jahren den Verlust ganzer Zahn­reihen auslösen. Beides sind belastende Situationen. Doch eine Zahnlücke genauso wie auffälliger und wackelnder Zahnersatz sind heute nicht mehr nötig. Eine qualitativ hochwertige und moderne Lösung sind Zahnimplantate bzw. ein implantatgetragener Zahnersatz.

Zahnimplantate sind künstliche Hightech-Zahnwurzeln, die fest in den Kiefer eingebracht werden und dann einwachsen. Sie halten, als wären sie ein Stück von Ihnen und bieten einzelnen Zahnkronen, größeren Brücken oder Prothesen ein stabiles Fundament. Implantatgetragene Zähne fühlen sich deshalb wie Ihre eigenen an. Sie bieten Ihnen ein völlig natürliches Mundgefühl. Nichts kann stören oder „klappern“. Besonders zu erwähnen ist, dass zur Befestigung von Brücken keine Nachbarzähne beschädigt werden müssen. Zahnimplantate bieten für fast jede Situa­tion eine sichere Lösung. Mit Implantaten gewinnen Sie Sicherheit und Lebensqualität. Sie können Ihr schönstes Lächeln zeigen und gewinnen wieder Freude an kulinarischen Genüssen. In dieser Broschüre erfahren Sie, wie sicher und unkompliziert ein Zahn, mehrere oder gar alle Zähne ersetzt werden können.

HERKÖMMLICHE BRÜCKE ODER IMPLANTAT?

Alternativ lässt sich der Zahn meist auch durch eine festsitzende Brücke ersetzen. Um die Brücke zu befestigen, müssen gesunde Zähne abgeschliffen werden. Und zwar die Zähne, die links und rechts neben der Lücke stehen. Sie dienen als sogenannte Brückenpfeiler. Darauf wird der Zahnersatz mithilfe von Kronen aufgesetzt. Zwischen den Kronen sitzt das Brückenzwischenglied, das die Lücke schließt. Das Brückenzwischenglied liegt anfangs eng am Knochen an, sodass es zunächst wie ein natürlicher Zahn wirkt. Aber es belastet den Kieferknochen nicht wie ein natürlicher Zahn. Deshalb bildet sich der Knochen darunter mit der Zeit zurück, ähnlich wie ein Muskel, der nicht gebraucht wird und so allmählich verkümmert. Aus diesem Grund fallen Brückenglieder beim Lachen oder Reden oft auf. Wenn es gar neben der Lücke keinen Zahn mehr gibt oder dieser keine gute Prognose hat und sich nicht als Brückenpfeiler eignet, bleibt nur noch die herausnehmbare Teilprothese. Diese wird meist mit einer kleinen Metallklammer, welche um die Nachbarzähne gelegt wird, befestigt. Allerdings können diese Metallklammern auf Dauer die Haltezähne überlasten und somit weitere Zahnverluste verursachen. Eine Implantat getragene Krone hingegen benötigt keine Befestigungsklammer, es muss auch kein Zahn abgeschliffen werden. Das Implantat ist der Zahnwurzel so nachempfunden, dass es Knochen und Zahnfleisch richtig belastet und ausformt. Ihr neuer Zahn funktioniert genau wie die natür­lichen Nachbarn. Er wird genauso gepflegt und bleibt Ihnen so dauerhaft erhalten.

IMPLANTATE BEI EINZELZAHNLÜCKEN

Der Verlust eines Zahns kann jeden treffen: Denken Sie nur an einen plötzlichen Sportunfall oder einen unerwarteten Sturz. Dies mag erschreckend für die betroffenen Person sein, ist aber heute kein Drama mehr. An der Stelle, an der der Zahn steckte, wird eine künstliche Zahnwurzel, das Implantat, eingesetzt. Dies dauert meist nicht länger als eine normale Behandlung bei Ihrem Zahnarzt. Eine provisorische Versorgung kaschiert die Lücke, bis das Implantat fest eingeheilt ist. Dann wird darauf die endgültige Krone befestigt, und das dauerhaft. Sie sitzt mit der neuen Wurzel fest im Kiefer und ist von den eigenen Zähnen nicht zu unterscheiden.

IMPLANTATE BEI GRÖßEREN ZAHNLÜCKEN

Wenn mehrere Zähne fehlen oder älterer Zahnersatz zunehmend Probleme bereitet, können Implantate die „Uhr“ zurückdrehen und die Zahnreihe wieder völlig unversehrt aussehen lassen. Einzelzahnimplantate sind eine elegante Lösung. Ganz gleich, ob in einer Zahnreihe ein Zahn oder mehrere fehlen, jeder Zahn wird einzeln ersetzt und die ursprüngliche Situation so wiederhergestellt. Wenn drei oder mehrere Zähne nebeneinander fehlen, ist auch eine implantatgetragene Brücke möglich. Für diese Lösung werden die neuen Zahnkronen miteinander verbunden und – je nach Größe der Lücke – stabil und sicher auf zwei oder mehrere Implantate gesetzt. Die neuen Zahnwurzeln werden in der Regel in einer Behandlungssitzung in den Kiefer eingesetzt. Ein Provisorium schließt die Lücken während der Heilungsphase. Ist sie abgeschlossen, werden auf den Implantaten dauerhaft die endgültigen Zahnkronen oder die Brücke befestigt.

Eine mögliche Alternative zur Implantatlösung ist die herkömmliche Brücke. Um sie zu befestigen, müssen die natürlichen Zähne herangezogen werden, die links und rechts der Lücke stehen. Sie werden abgeschliffen und tragen die Kronen, an denen das Brückenzwischenglied befestigt ist. Problematisch ist es, wenn es sich dabei um völlig gesunde Zähne handelt, denn sie verlieren dann für immer ihre schützende Schmelzschicht und werden stärker beansprucht. Deshalb haben sie unter Umständen eine verringerte Lebenserwartung. Ist die Lücke zum Ende der Zahnreihe hin offen, man nennt dies auch Freiendlücke, kann als Alternative nur eine herausnehmbare Teilprothese angeboten werden. Eine Teilprothese wird mit Metallklammern an den bestehenden Zähnen befestigt. Metallbügel und Prothesenkunststoff stützen sie zusätzlich am Gaumen ab. Hochwertige Teilprothesen lassen sich durch Riegel oder Geschiebe an den eigenen Zähnen befestigen. Dazu müssen die Zähne wie für eine Brücke beschliffen und überkront werden. Mit implantatgetragenem Zahnersatz ist dies überflüssig und gesunde Zähne werden erhalten.

IMPLANTATE IM ZAHNLOSEN KIEFER

Wenn im Ober- oder Unterkiefer alle Zähne fehlen, findet die schleimhautgetragene Prothese häufig keinen Halt. Das Zahnfleisch ist dann ständig entzündet und erschwert den Sitz der Prothese erheblich. Zusätzlich kommt es oft zu spontaner Lockerung des Zahnersatzes und damit zu unangenehmen Situationen. Die Befestigung einer Vollprothese auf meist vier Implantaten erfolgt mit speziellen Haltesystemen, die aus je zwei Elementen bestehen. Ein Element wird dauerhaft auf die Implantate gesetzt, das Gegenstück in die Prothese eingearbeitet. Beim Einsetzen verbinden sich die Elemente ähnlich wie bei einem Druckknopf. Die Prothese sitzt jetzt fest, kann aber zum Reinigen herausgenommen werden. Auf mindestens sechs Implantaten kann man auch dauerhaft eine Brücke verankern. Der Zahnersatz sitzt dann so fest, dass man auf den rosa Prothesenkunststoff verzichten kann. Die Implantate werden nach genauer Planung in der Regel in einer Sitzung in den Kiefer eingesetzt. Im Laufe der Heilung verwachsen sie fest mit dem Knochen und werden fester Bestandteil des Kiefers. Nach der Einheilphase wird dann der neue Zahnersatz angefertigt und eingesetzt. Mit implantatgetragenem Zahnersatz ist es wieder möglich, ganz normal und mit Genuss zu essen, zu reden und ungezwungen zu lachen. Eine herkömmliche Prothese liegt nur dem Kiefer auf und saugt sich im Idealfall an der Mundschleimhaut und am Gaumen fest. Weil sich der Kieferknochen jedoch bei Belastung wie ein Muskel im Laufe der Jahre zurückbildet, lässt auch der Saugeffekt zunehmend nach und die Prothese wackelt und klappert. Wenn man eventuell schon längere Zeit eine Vollprothese trägt, kann der Kieferknochen zu dünn oder zu schmal sein, um noch Implantate aufzunehmen. Dann kann ein implantologisch geschulter Kieferchirurg den Kiefer behutsam wieder aufbauen. Dies geschieht mit körpereigenem Knochen oder Knochenersatzmaterialien. Dieser Eingriff wird ambulant durchgeführt.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ZU ZAHNIMPLANTATEN UND UNSERE ANTWORTEN

+ BESTEHT DIE MÖGLICHKEIT EINER ALLERGIE GEGEN ZAHNIMPLANTATE?

Zahnimplantate gibt es seit über 40 Jahren. In dieser langen Zeit sind noch keine Allergien gegen Titan­implantate bekannt geworden.

+ BIN ICH WÄHREND DER BEHANDLUNG ODER DER EINHEILPHASE OHNE ZÄHNE?

Nein! Wenn Sie vorher einen herausnehmbaren Zahnersatz hatten, besteht die Möglichkeit, diesen nach kleinen Anpassungen direkt nach dem Eingriff wieder einzusetzen und zu tragen. Kleinere Lücken können durch ein Provisorium geschlossen werden. Sie verlassen also die Praxisklinik nie ohne Zähne.

+ WIRD DIE IMPLANTATION AMBULANT DURCHGEFÜHRT?

Ja. Der Kieferchirurg geht dabei so schonend und sicher vor, dass auch mehrere Implantate in der Regel ambulant und in einer Sitzung gesetzt werden können.

+ WIE LANGE HÄLT EIN ZAHNIMPLANTAT?

Nach der Einheilphase und einer fachgerechten Versorgung können Implantate bei konsequenter Mundhygiene durchaus ein Leben lang halten.

+ WANN KANN EIN KNOCHENAUFBAU ERFORDERLICH SEIN?

Wenn Zähne und somit die natürliche Kaubelastung längere Zeit fehlen, bildet sich allmählich der Kieferknochen zurück. Wenn der Knochen so geschwächt oder dünn geworden ist, findet ein Implantat keinen ausreichenden Halt und es wird Ihnen ein Knochenaufbau empfohlen. Der Knochen wird aus körpereigenem oder knochenersetzendem Material wieder aufgebaut. Das Aufbaumaterial wird direkt an den Knochen angelagert, um ihn, je nach Situation, zu erhöhen oder zu verbreitern. Meist ist der Knochenaufbau bei der Implantation gleichzeitig möglich. In seltenen Fällen ist dazu aber ein separater ambulanter Eingriff notwendig.

+ WANN UND WIE KOMMEN DIE ZÄHNE AUF DAS IMPLANTAT?

Bei einem normalen Heilungsverlauf sind Implantate im Oberkiefer nach sechs und im Unterkiefer nach drei Monaten fest im Kiefer eingewachsen. Der Chirurg legt die Implantate dann frei und verschraubt darin vorübergehend kleine Käppchen, damit sich Zahnfleisch richtig ausformt. Die weitere Erstellung der Zahnkronen erfolgt dann durch Ihren behandelnden Zahnarzt. Es wird ein Abdruck von der Situation genommen und mithilfe des Zahntechnikers der Zahnersatz angefertigt. Nach einer Anprobe wird der Zahnersatz sicher auf den Implantaten befestigt.

+ IST FÜR DIE IMPLANTATION EINE VOLLNARKOSE NÖTIG?

Nein, in der Regel wird der Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt. Wenn das Implantatbett aufbereitet wird und die Implantate eingesetzt werden, spürt man ein leichtes Vibrieren und ein leichtes Druckgefühl, aber keinen Schmerz. Es ist aber auch möglich, den Eingriff unter ambulanter Vollnarkose oder in einer sogenannten Dämmerschlafbehandlung (Sedierung) durchführen zu lassen. Dafür steht Ihnen in unserer Praxis ein erfahrener Anästhesist zur Verfügung.

+ SPRICHT ETWAS GEGEN EINE IMPLANTATION IM FORTGESCHRITTENEN ALTER?

Grundsätzlich nein. Die Behandlung ist durchaus auch mit 70, 80 oder gar 90 Jahren möglich. Solange man bei guter Gesundheit ist und es möglich ist, durch Implantate die Lebensqualität zu verbessern, kann eine Implantation erfolgen.

+ WERDE ICH NACH DEM EINGRIFF SCHMERZEN HABEN?

In den ersten Tagen kann es eine Empfindlichkeit am Zahnfleisch geben und, je nach Umfang des Eingriffs, auch eine Schwellung der Wange entstehen. Nach wenigen Tagen ist diese aber wieder verschwunden. Die meisten Patienten benötigen, wenn überhaupt, nur in den ersten Tagen eine Schmerztablette.

+ GIBT ES ERKRANKUNGEN, DIE EINE IMPLANTATION AUSSCHLIEßEN?

Eigentlich nicht. Wenn Sie unter einer schweren Allgemeinerkrankung leiden, beispielsweise eine Nierenschädigung, eine erhöhte Blutungsneigung oder ein geschwächtes Immunsystem haben, sollten Sie dies unbedingt ansprechen. Manchmal können auch Nebenwirkungen von Medikamenten Auswirkungen auf den Heilungsprozess haben.

+ SIND ZAHNIMPLANTATE AUCH BEI RAUCHERN SINNVOLL?

Grundsätzlich ja. Es kann jedoch ein minimal erhöhtes Misserfolgsrisiko geben. Dieses muss individuell besprochen werden.

+ WIE PFLEGE ICH MEINE IMPLANTATGETRAGENEN ZÄHNE?

Sie können die neuen Zähne genauso unkompliziert wie die eigenen mit Zahnbürste – auch einer elektrischen – und Zahnpasta pflegen. Besonders wichtig sind hier die Zahnzwischenräume und die Übergänge zum Zahnfleisch. Mit Zahnseide oder kleinen Interdentalbürstchen lassen sich diese aber gut und einfach pflegen. In regelmäßigen Abständen, ca. alle drei Monate, sollte eine professionelle Zahnreinigung durch Ihren Zahnarzt erfolgen.

LIEBE PATIENTIN, LIEBER PATIENT,

Botulinum, besser bekannt als Botox®, ist mittlerweile ein geläufiger Begriff aus der Welt der Reichen und Schönen. Namhafte Schauspielerinnen, Sänger und Politiker haben es schon getan, aber auch die Nachbarin von gegenüber soll es schon einmal probiert haben. Trotzdem haben wir schnell das Gefühl, eine solche Behandlung würde irgendwie ein negatives Image hinterlassen. Presse und Fernsehen leisteten ihren Beitrag zum Bekanntwerden des Themas der sogenannten Schönheitsbehandlungen. Es bleibt für den Laien die Frage: Kann es wirklich jeder sehen?

Das muss nicht sein – denn Botulinum ist ein modernes, sicheres und sehr gut verträgliches Medikament, das allerdings in die Hände eines erfahrenen und zertifizierten Arztes gehört. Gezielt und ganz individuell eingesetzt, können bei der ästhetischen Anwendung Falten reduziert werden, ohne dass die typische Mimik fehlt oder sogar eine „Gesichtsstarre“ eintritt. Ein natürlicher Gesichtsausdruck sollte dabei immer erhalten bleiben. Das Gesicht bildet eine ästhetische Einheit und sollte in der Behandlung immer als Ganzes betrachtet werden. Längst ist die alleinige Behandlung einzelner Falten mit Botulinum durch die Kombination mit modernen, sicheren und vollständig abbaubaren Füllmaterialien („Filler“) ergänzt worden. Eine weitere Hautalterung wird scheinbar verlangsamt und ein jüngeres Aussehen bleibt erhalten. Die insgesamt sichere und komfortable Behandlung ermöglicht sogar manchmal, einen operativen Eingriff hinauszuzögern oder sogar ganz zu vermeiden.

Botulinum wurde durch den Augenarzt A. Scott 1980 erstmals medikamentös beim Menschen zur Behandlung des Schielens erfolgreich eingesetzt. Mittlerweile gibt es weitaus mehr Einsatzbereiche, vor allem in der funktionellen Behandlung wie zum Beispiel bei übermäßiger Schweißproduktion, dem chronischen oder atypischen Gesichtsschmerz, der Prophylaxe der chronischen Migräne, neurogener Blasenfehlfunktion oder auch der Achalasie, einer Nahrungspassagestörung der Speiseröhre. Vielen Menschen kann so nicht nur in der Ästhetik ein gesunderes und besseres Lebensgefühl zurückgegeben werden.

ÄSTHETISCHE ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN

  • Lippenkonturierung
  • Lippenvolumenaufbau
  • Lippenfältchen
  • Tränenrinne
  • Lidfältchen
  • Nasolabialfalte
  • Kinnfalte
  • Stirnfalten
  • Zornesfalten
  • Volumenaufbau der Wangen und des Kinns
  • Unterkieferkonturierung
  • Volumenaufbau des Kieferwinkels
  • Modellierung von Gesichtskonturen
  • Dekolleté
  • Ohrläppchen
  • Handflächen

+ WAS IST EINE BOTULINUM-BEHANDLUNG?

Botulinumtoxin A ist ein natürlich vorkommendes Protein, das aus Bakterien gewonnen wird. Sehr kleine Mengen der Substanz werden direkt unter die Haut in die Falten verursachende Muskulatur gespritzt. Es blockiert gezielt das Nervensignal, das für die übermäßige Muskelanspannung und damit für die Faltenbildung verantwortlich ist. Es tritt eine Muskelentspannung und damit eine Faltenglättung ein. Andere Nervenfunktionen sind davon nicht betroffen. Erste Wirkungen treten bereits nach 48 bis 72 Stunden auf, die vollständige Wirkung ist nach zehn bis vierzehn Tagen zu erwarten. Die behandelten Falten sind sichtbar reduziert und es stellt sich ein erholtes und vitales Gefühl ein.

In der Regel ist eine Behandlung nach vier bis sechs Monaten zu wiederholen. Durch die Schrumpfung der überaktiven Muskulatur und die Erneuerung oberer Hautschichten stellt sich ein Langzeiteffekt ein. Ein durch häufig konzentriertes Anspannen der Stirn und der Augenmuskulatur erzeugter Spannungskopfschmerz verschwindet meist gänzlich.

Studiendaten belegen eine mehrheitliche außerordentliche Zufriedenheit mit den Ergebnissen der mit Botulinum behandelten Patienten (Sommer, B. (2003): Satisfaction of patients after treatment with botulinum toxin for dynamic facial lines, Dermatol Surg 2003; 29(5), 456-60).

+ BOTULINUM-BEHANDLUNG BEI CHRONISCHEN SCHMERZEN DURCH KIEFERGELENKSERKRANKUNG UND ATYPISCHEM GESICHTSSCHMERZ

Chronische Gesichtsschmerzen haben häufig ihren Ursprung im Kiefergelenk. Ihnen kann ein fehlerhaftes Zusammenspiel von Gelenk, Muskulatur und Zähnen zugrunde liegen. Diese Störungen sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Viele Menschen sind dabei beschwerdefrei und es bedarf keiner weiteren Behandlung. Eine Fehlfunktion des Kausystems führt nicht selten zur asymmetrischen Überbelastung der Kaumuskulatur und langfristig zu einem gesteigerten Muskelwachstum auf einer Seite. Liegen keine Veränderungen der Kiefergelenke vor und ist auch sonst scheinbar keine Ursache auszumachen, ist die Diagnose atypischer Gesichtsschmerz schnell gestellt. Dennoch finden sich in vielen Fällen einzelne überaktive Muskeln des Kauapparates. Eine fortwährende chronische Überaktivität kann dabei durch Muskelverhärtungen zu morgendlichem Kopfschmerz, Spannungskopfschmerz, halbseitigem Gesichtsschmerz, Ermüdung der Kaumuskulatur und des Sprechens sowie Verspannungen der Halsmuskulatur und Steilstellung der Wirbelsäule führen. Auch äußerlich kann dies erkennbar sein. Gerade im Bereich der Wange und der Kieferwinkelregion kommt es durch eine vergrößerte Kaumuskulatur zur Veränderung der Gesichtsform. Das untere Gesichtsdrittel erscheint verbreitert („Hamsterbacken“). Eine gezielte Injektion von Botulinum in die schmerzverursachende Muskulatur oder auch in den zu großen (hyperthrophen) Muskel, führt zu einer Verringerung der Muskelaktivität und so zur Reduzierung der Schmerzen. Infolge der verringerten Aktivität kommt es zur Abnahme des Muskelvolumens (Athrophie) und so zur längerfristigen Reduktion von Schmerzen und zur Verschmälerung der Gesichtszüge im Bereich der Wangen. Die Injektion erfolgt bis auf wenige Ausnahmen durch die Mundhöhle, sodass eine möglichst schmerzfreie Behandlung gewährleistet ist. Die Behandlung sollte wiederholt werden, um einen lang­fristigen Erfolg zu erreichen.

+ EINSATZ VON BOTULINUM BEI ÜBERMÄßIGEM SCHWITZEN

Schwitzen ist eine lebensnotwendige Fähigkeit, die vor Überhitzung bei körperlicher Arbeit oder bei hohen Außentemperaturen schützt. Krankhaft vermehrtes Schwitzen kann dagegen als Folge von hormonellen Störungen, Infektionen oder Tumorleiden auftreten und wird in einem solchen Zusammenhang als sekundäre Hyperhidrose bezeichnet.

Im Gegensatz dazu spricht man bei vermehrtem Schwitzen ohne erkennbare innere oder äußere Ursachen von einer primären Hyperhidrose. Sie ist die häufigste Form abnormen Schwitzens und tritt typischerweise im Bereich der Achseln und/oder Handflächen auf. Sie kann jedoch auch an Stirn, Nacken und Oberkörper oder generalisiert vorkommen.

Anfallsartige Schweißausbrüche schon bei minimalen psychischen Belastungssituationen oder gar „aus heiterem Himmel“ sind typisch. Auch das paradox erscheinende Frieren während des Schwitzens, da durch die Abdunstung des Schweißes ein erheblicher Wärmeverlust für den Körper entsteht, ist ein bekanntes Zeichen. Die daraus entstehende Schädigung der Haut führt nicht selten zu Pilz-, Bakterien-und Virusinfektionen. Am meisten beeinträchtigt es den Betroffenen jedoch im persönlichen und beruflichen Umfeld.

Manuelle Tätigkeiten werden durch die tropfnassen Hände behindert, jeder Händedruck wird zum Spießrutenlauf, Streicheleinheiten werden schamhaft vermieden. Fremde reagieren mit Unsicherheit, Ablehnung oder gar Ekel auf die nicht zu verbergenden Zeichen des Schwitzens. Bisherige medikamentöse/operative Behandlungen sind entweder leichten Formen vorbehalten, verursachen Hautirritationen, sie sind wenig erfolgreich, aufwendig oder mit größeren Operationen und somit mit nicht unerheblichen Risiken verbunden. Botulinum zeigt auch hier eine ausgezeichnete Wirksamkeit und Verträglichkeit bei den umschriebenen Formen des vermehrten Schwitzens. Die erwünschte Wirkung hält etwa sechs bis neun Monate an. Im Einzelfall auch etwas länger, danach wird meist eine Wiederholungsbehandlung erforderlich. Die Durchführung ist komfortabel und nach Auftragen einer lokal betäubenden Salbe im Bereich der Achsel oder Hand nahezu schmerzfrei.

+ BOTULINUM HILFT SOGAR BEI MIGRÄNE

Seit 23. September 2011 ist Botulinum (Botox®) auch in Deutschland zur Linderung der Symptome der chronischen Migräne bei Erwachsenen zugelassen, die unzureichend auf eine prophylaktische Migränebehandlung ansprechen oder diese nicht vertragen. Die Behandlung der chronischen Migräne ist fester Bestandteil einer neurologischen Diagnostik und Therapie und gehört in die Hände eines Neurologen.

+ BITTE BEACHTEN SIE DIE FOLGENDEN RATSCHLÄGE:

Legen Sie Wert auf ein natürliches Aussehen!

Lassen Sie sich nur von dafür speziell ausgebildeten und zertifizierten Ärzten behandeln. Eine genaue Kenntnis der anatomischen Besonderheiten des Gesichtes ist für das Verständnis der Behandlung und der Vermeidung von Nebenwirkungen und Risiken absolute Voraussetzung.

Lassen Sie sich nicht von realitätsfernen Pressemitteilungen oder Medienberichten verunsichern. Informieren Sie sich bei speziell dafür ausgebildeten Ärzten.

Lassen Sie sich nicht von falschen Schönheitsidealen abschrecken. Hier gibt es zum Teil erhebliche landesspezifische Unterschiede in der Vorstellung von Schönheit.

Lassen Sie sich nicht von unseriösen Billigangeboten oder gar Rabattgutscheinen im Kosmetikstudio oder vom Zahnarzt zu einer schnellen Behandlung verleiten. Eine ausführliche individuelle Beratung und Aufklärung steht am Anfang jeder Injektionsbehandlung. Es geht nicht nur um Ihr Aussehen, sondern um die Sicherheit einer kompetent ausgeführten Behandlung!

Und: Eine ästhetische Behandlung ist Vertrauenssache!

+ NEBENWIRKUNGEN / DAS SOLLTEN SIE WISSEN

Vor der Behandlung kann die Haut mit einer lokal betäuben­den Salbe vorbehandelt werden, wodurch die Injektionen nahezu schmerzfrei werden. Mit sehr feinen Nadeln wird das Medikament in winzigen Dosen direkt in die Muskulatur injiziert.

Nur gelegentlich kann es bei der Behandlung zu vorübergehenden Rötungen, Schwellungen oder Blutergüssen an den Einstichstellen kommen. Kurz anhaltende Kopfschmerzen sind möglich. Seltener kann sich die Wirkung von Botulinumtoxin auf unbehandelte Muskeln im Bereich der Stirnfalten ausbreiten, was ungewollt und vorübergehend zum Herunterhängen des Oberlids, zur Schwellung des Augenlids, zu ermüdeten Augen, tränenden oder trockenen Augen oder zum Zucken von Muskeln in der Umgebung der Augen führt. Äußerst selten können Sehstörungen, Verschwommen-, Doppeltsehen oder Störungen der Augenbewegungen auftreten. Das Risiko für mögliche gefährliche Nebenwirkungen ist sehr gering, kann jedoch bei Menschen mit Schluckstörungen, bestimmten neuromuskulären Erkrankungen, vorbestehenden Lungenproblemen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme, die die Wirkung von Botulinumtoxin verstärken können, erhöht sein. Im Bereich der Hände ist aufgrund der anatomischen Nähe zur Handmuskulatur durchaus mit einer vorübergehenden Muskelschwächung zu rechnen, die in der Regel jedoch zu keiner wesentlichen Einschränkung führt und innerhalb weniger Wochen wieder abklingt.

Schwindel, Juckreiz oder Hautausschlag oder allergische Reaktionen sind selten. In den meisten Fällen werden diese Nebenwirkungen innerhalb der ersten Woche nach den Injektionen beobachtet, halten nicht lange an und sind leicht bis mittelstark ausgeprägt.

Der Behandlung mit Botulinum und Fillern sind auch Grenzen gesetzt:

Bei bestimmten muskulären Erkrankungen, Allergien gegen Inhaltstoffe oder der Einnahme besonderer Medikamente kann eine Behandlung nicht oder nur bedingt durchgeführt werden.

Infolge der Hautalterung können Funktionsstörungen im Gesicht auftreten wie zum Beispiel Einschränkungen des Blickfeldes durch herabhängende Oberlider und Augenbrauen. In diesen oder anderen Fällen ist eine alleinige Behandlung nicht sinnvoll und sollte durch chirurgische Maßnahmen ergänzt werden, um ein langfristiges und natürliches Ergebnis zu erzielen.

Um Nebenwirkungen vorzubeugen, ist es wichtig, dass Sie Ihren behandelnden Arzt informieren, wenn Sie unter irgendwelchen Erkrankungen leiden oder gelitten haben und wenn Sie mit anderen Arzneimitteln behandelt werden.

DIE MKG PRAXISKLINIK IST ZERTIFIZIERT DURCH

Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie e.V.

WIR SIND MITGLIED IM

  • Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie e.V.